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Untersuchung von
Verkehrssicherheitsaspekten durch die Verwendung
asphärischer Außenspiegel
Auftraggeber:
Bundesanstalt für
Straßenwesen (BASt), FE 82.216
Laufzeit: 10/2003 bis 02/2005
Kurzfassung
Der
Bericht befasst sich mit den Auswirkungen von teilasphärischen Außenspiegeln von Kraftfahrzeugen auf das
Unfallgeschehen. Es wird untersucht, ob die Vorteile
teilasphärischer Spiegel (größeres Sichtfeld, Reduzierung
des „toten Winkels“) mit Nachteilen durch die optisch
bedingten Verzerrungen des Spiegels verbunden sind (z.B.
fehlerhafte Distanz- oder Geschwindigkeitsschätzungen).
Hierzu wird ein mehrstufiges Vorgehen gewählt, dass aus der
Bestimmung des derzeitigen Ausrüstungsstands, einer
Zusammenstellung und vergleichenden Betrachtung nationaler
und internationaler Richtlinien und einer umfangreichen
Literaturrecherche zur bisherigen Spiegelforschung besteht.
Auf der Grundlage dieser Informationen wird der aktuelle
Wissensstand zur seitlichen und rückwärtigen Sicht aus
Kraftfahrzeugen unter besonderer Berücksichtigung der
verschiedenen Arten von Außenspiegeln (plan, sphärisch
konvex und teilasphärisch) ermittelt und systematisiert.
Ergänzend wird im Rahmen von Unfallanalysen untersucht, ob
die Verwendung neuartiger Spiegelsysteme einen messbaren
Einfluss auf die Unfallstatistik hat. Besondere Relevanz
haben in diesem Zusammenhang Unfälle bei Abbiegevorgängen
und Fahrspurwechseln, also Unfalltypen, bei denen der so
genannte „tote Winkel“ eine maßgebliche Rolle spielen
könnte. Zusätzlich wird die Verwendung unterschiedlicher
Spiegelsysteme und der Stand der Technik in der derzeitigen
Fahrzeugpopulation ermittelt und eine Prognose für die
weitere Entwicklung erarbeitet.

Sicht auf den Randbereich des linken Außenspiegels:
teilasphärischer Spiegel (l), konvexer Spiegel (m), planer
Spiegel (r)
Diese
Erhebungen dienen als Basis für die Durchführung von drei
Experimenten, die Informationen zum Einfluss
teilasphärischer Spiegel auf die Wahrnehmung liefern
sollen. Experiment 1 beschäftigt sich mit
Distanzschätzungen durch plane, sphärische und teilasphärische Spiegel. Experiment 2 untersucht die
Fähigkeit von Versuchspersonen, mit Hilfe eines planen,
sphärischen oder teilasphärischen Außenspiegels die
Distanz- und Geschwindigkeit eines sich nähernden Fahrzeugs
einzuschätzen und so den Kollisionszeitpunkt zu bestimmen.
Während die ersten beiden Experimente eher Nachteile
teilasphärischer Spiegel zu entdecken versuchen, widmet
sich Experiment 3 explizit der Frage nach den Vorteilen
dieser Spiegel. Es wird daher untersucht, ob das größere
Sichtfeld trotz optischer Verzerrungen genutzt werden kann
und sich somit Fehleinschätzungen bei der Objekterkennung
im „toten Winkel“ signifikant reduzieren lassen.

Film zu Experiment 3 (Windows
Media Video .WMV, Größe 8,2 MB)
Die
Experimente können keine Belege für sicherheitsrelevante
Nachteile teilasphärischer Außenspiegel finden, sie zeigen
jedoch, dass ein größeres, rückwärtiges Sichtfeld genutzt
werden kann.
Die Einführung teilasphärischer Außenspiegel wird daher
befürwortet und es wird erwartet, dass diese positive
Auswirkungen auf das Unfallgeschehen haben werden.
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